Von Dinosaurierfunden und Festungsstrafzetteln – die Gärtner im Härtetest

Am Morgen war ich unterwegs um die herrliche Stimmung fotografisch einzufangen. Zwar befand sich noch Nebel im Elbtal, aber die Sonne schien nicht mehr durch. Zum Glück hat unsere Chefgärtnerin schon um dreiviertel sieben den Sonnenaufgang und die „Zuckerwatte“ im Tal digital festgehalten. Bei unserer Begegnung am Rosengarten versäumte sie es auch nicht mir die neuesten Neuigkeiten von ihren Gärtnern zu erzählen.

Es begab sich, dass zwei der Gärtner am Festungsfuße Rasen mähten. Man sieht sie sehr oft dabei, da die Festung mit ihren 9,5 ha Fläche nicht gerade klein ist. Jedenfalls waren sie mit der Motorsense zu Gange, als einer der beiden den Motor erschrocken abstellte. Es hatte sich wohl ein Tier im Gras versteckt. Aber da schaute unter dem abgemähten Gras nur der Schwanz heraus. Es sah aus wie eine Echse, die vermutlich in der morgendlichen Kühle noch ganz steif war und nicht fortlaufen konnte. Jener Gärtner steht nicht unbedingt auf Schlangen, Echsen usw., weshalb er seinen Kollegen zu Hilfe rief.

Dieser packte beherzt den hervorlugenden Schwanz an – nicht ohne das der Hilfesuchende auf mögliche Gegenwehr und daraus resultierende Bissverletzungen hinwies – worauf sich die Hinterbeine des Tierleins in Bewegung setzten. Nun war es beiden nicht mehr so geheuer. Jedoch wurde das Tier mit einem Ruck unter seiner Grasdecke hervorgeholt, worauf sich alle drei mächtig schüttelten – die Gärtner vor Lachen und die Echse weil sie aus wabbeligem Gummi bestand…

Darüber hinaus wusste die Chefgärtnerin zu berichten das unser neuer Gärtnerkollege in den letzten Tagen auf eine harte Probe gestellt wurde: Es war Frühstückszeit und er parkte den Multicar am Festungsfuße pflichtbewusst auf der gesperrten Fläche zwischen den Behindertenparkplätzen, damit die ankommenden Busse genug Platz zum Wenden hatten. Als er wieder zurückkam, hatte er einen Strafzettel am Scheibenwischer kleben.

Da das Ordnungsamt in den letzten Tagen wegen Falschparkern des Öfteren gerufen werden musste und das Knöllchen ziemlich gut gemacht war, hatte er erst nach Auflösung durch die Kollegen den Scherz darin erkannt. Natürlich fand sich die Gummiechse auch in seiner Tasche wieder ;-) Herzlich willkommen im Team!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.