Ein Wunderwerk der Natur – das Hornissennest an der Alten Kaserne

Im Sommer 2017 hatten sich hinter einer Kellertür an der Südseite der Alten Kaserne auf der Festung Königstein Hornissen eingenistet. Der Film zeigt das geschäftige Treiben rund um das Nest.

Natürlich durfte die Tür in dieser Zeit nicht geöffnet werden. Es bestand die Gefahr, dabei das Nest zu beschädigen oder gar zu zerstören und die Hornissen extrem aggressiv zu machen. Hornissen stehen unter besonderem Naturschutz. Daher dürfen ihre Nester nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde umgesiedelt werden.  Da für unsere Besucher keine direkte Gefahr drohte, wurde nur ein Hinweisschild an der Tür angebracht. Hornissen sind eigentlich sehr friedfertige Tiere.
Sie greifen nur in der unmittelbaren Nestumgebung an, wenn sie sich bedroht fühlen und Königin und Brut verteidigen müssen.

Anders als Wespen ernähren sich erwachsene Hornissen ausschließlich von Obst, vom zuckerhaltigen Rindensaft der Bäume und ab und an von Nektar. So kamen sich die großen Brummer auch nicht mit den Besuchern im nahegelegenen Biergarten des Offizierskasino ins Gehege. So hieß es also einfach abwarten, bis das Hornissenvolk im Herbst (Anfang November) abstirbt und die Jungköniginnen ein Winterquartier in der Natur beziehen.

Genau 6 Monate nach der Entstehung des Films, am 1. März 2018 wurde die Kellertür an der Alten Kaserne geöffnet und das Nest abgenommen.

Was für ein Kunstwerk die Hornissen geschaffen haben! Das Nest besteht aus einer papierähnlichen Masse aus zerkauten und eingespeichelten Altholzfasern. Die Hornissen formen zuerst die Waben – hier sind sogar mehrere Stockwerke übereinander geschichtet – und umgeben diese dann mit einer schützenden Außenwand. Nach unten hin bleibt eine Öffnung frei, aus der die Exkremente fallen können.

Dieser vierstöckige Wabenbau lässt uns über die Fähigkeiten der Hornissen nur staunen. Wir hoffen trotzdem, dass sich die Jungköniginnen im nächsten Jahr einen etwas weniger frequentierten Platz für ihr Nest suchen…

Mehr über Hornissen und den richtigen Umgang mit ihnen ….

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