Treppe ins Nirgendwo
Erklimmt man die Festung zu Fuß, kann man zurzeit Kletterer an der Festungsmauer beobachten, die dort Grünzeug entfernen. Letzte Woche wurde dabei eine Treppe freigelegt, die in luftiger Höhe in Fels gemeißelt ist.
Entgrünungsarbeiten an der Festung
Diese Treppe ist Teil des sogenannten Herzogwegs, der zum Kloster auf dem Königstein führte. Das war noch bevor der Königstein zur Festung ausgebaut wurde. Das „Kloster des Lobes der Wunder Mariae“ wurde von Herzog Georg dem Bärtigen 1516 auf dem Königstein gegründet und von zwölf Cölestinermönchen und einem Prior bewohnt. Im Zuge der Reformation
(ab 1517) flohen immer mehr Mönche bis nur noch ein Mönch und eine Wöchnerin übrig blieben, so die Überlieferung. Daher wurde das Kloster bereits 1524 wieder geschlossen.
Der Herzogweg wurde nach Herzog Georg dem Bärtigen benannt und führte zur Klosterpforte. Sie ist heute verbaut und der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Die Klosterpforte befindet sich in Hohlräumen unterhalb des Kasemattenrestaurants, um dort hin zu gelangen muss man sich abseilen.